Mein 2013 – 13 wichtige und unwichtige Fakten

Ich puste mal eben die dicke Staubschicht von meinem WordPress Account. Mir war nicht so nach schreiben, denn schreiben heißt Auseinandersetzung, und die letzten zwei Wochen wollte ich mich schlichtweg nicht auseinandersetzen. Das ist ok, zumindest für mich. Jetzt geht das Jahr zu Ende, und während ich mit fünf liebevoll zubereiteten und mit zahllosen Knoblauchzehen versehenen Fondue-Dips dem Abend entgegenfiebere, habe ich Zeit meine Fingernägel in pflaumenrot zu lackieren, und meine Top 13 Fakten des Jahres zusammenzufassen.

1. Ich habe endlich, nachdem er über zwei Jahre lang stolz an meinem Magnetbrett hing, meinen Skydive Gutschein eingelöst. Mit Lenki (big Love) bin ich aus dem Flugzeug gehüpft und hatte den Spaß meines Lebens. Gelernt: Aufschieben bringt nichts UND: Ich kann so laut lachen, dass man mich auch 2km von der Erde entfernt noch hören kann.

2. Ich habe meine „man müsste mal“ „man könnte doch“ Phase überwunden, und mich dazu durchgerungen, Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht tue, weil „sie nichts für mich sind“. Frei nach meinem letzten Silvester Vorsatz „lieber machen als reden“ habe ich bei diversen Veranstaltungen, so wie Jumping Dinner oder Speed-Dating beigewohnt. Erfolg: Mittel. Spaß: Enorm.

3. Ich habe 5 Kilo abgenommen. Es könnten mehr sein, mal ehrlich, wenn ich so was wie eiserne Disziplin in mein Leben einschleusen könnte. Immerhin war ich ca 68-73 Mal im Fitness Studio, kann mittlerweile den Hund und den Krieger und habe eine bestätigte Mitgliedschaft bei Weightwatchers. Vorsatz: Dran bleiben!

4. Im Jahr 2013 habe ich sieben bis neun Männer kennengelernt. Von ein paar weiß ich zugegebenermaßen den Namen nicht mehr, was zum Ausdruck bringt, wie wichtig sie mir waren. Mike (der gute, alte Freund) hat mich fast das ganze Jahr über begleitet (irgendwann heiraten wir vielleicht, einfach so, weil wir uns schon so aneinander gewöhnt haben). Dann war da der komischer hin-und-her-Martin, der sich nicht entscheiden konnte ob oder ob nicht und wie oder wie nicht. Wohl war er verwirrt. Kurzes Herzklopfen, schnelles abflachen. Dann habe ich mich verliebt. In Tim. Nach ein paar Monaten stellte Tim fest, dass er nicht in mich verliebt ist. Das hat mir das Herz gebrochen. Jetzt sammle ich fleißig die Scherben auf.

5. Ich habe mir aus lauter Tim-Frust ein neues iPhone gekauft. 5s, 32GB. Das ist vollkommen sinnbefreit, aber es macht mich glücklich

6. Ich habe ein Interview gegeben, ein Video gedreht, und jede Woche eine Kolumne geschrieben. Sogar entlohnt!! Damit, mit der Schreiberei mal Geld zu verdienen, hätte ich nicht gerechnet. Und: Ich war in der Freundin! Mit Foto!!!

7. Ich habe begonnen, mir die Nägel zu lackieren. Ich wollte auch das Lidstrich ziehen lernen, diese Mission ist jedoch kläglich gescheitert. To do: Nigelnagelneuen Lidstrichstift verschenken.

8. Ich habe zum ersten Mal semi-live mitbekommen, wie ein Baby zu einem kleinen Jungen heranwächst, und das fand ich wahnsinnig schön und spannend. Jetzt will ich auch eins. Also mittelfristig.

9. Ich habe Freundschaften geschlossen, und tolle Menschen kennengelernt, die mir sehr wichtig geworden sind. Gleichzeitig habe ich die Wichtigkeit meiner Wurzeln erkannt und bin immer wieder gerne heimgekehrt.

10. Ich trage jetzt roten Lippenstift. Manchmal. Weil ich’s kann.

11. Ich bewohne endlich eine Wohnung mit mehr als einem Zimmer und richtiger Küche. Ich kann Menschen einladen und für sie kochen. Ich kann mich mit ihnen betrinken, und keiner muss auf dem Boden sitzen. Das finde ich schön.

12. Ich habe getestet, ob ein kleiner Funke Kreativität in mir steckt. Ich habe ein Bild gemalt, dann übermalt, dann nochmal übermalt, dann nochmal. Jetzt ist es schwer, aber nicht sehr schön. Man kann nicht alles haben. Wenn stricken auch zur Kreativitätsfindung gehört habe ich hier durchaus mehr Talent. Diverse Menschen haben zu Weihnachten ihre versprochenen Schals erhalten, und ich habe meine Begeisterung für diese Tätigkeit wohl so überzeugend rübergebracht, dass ich nun Besitzerin diverser Häkel- und Strickbücher bin. Der Erwartungsdruck steigt. Kinder, nächstes Jahr gibt’s Wollsocken.

13. Ich bin tatsächlich meistens zufrieden. Klar gibt es immer irgendwas, das besser sein könnte. Der Herzschmerz müsste nicht sein, der Gänsebraten auf meiner Hüfte müsste nicht sein, die sich vermehrenden grauen Haare müssten nicht sein, aber im großen und ganzen habe ich gelernt, einfach mal zufrieden zu sein.

Ich glaube das ist auch mein einziger Vorsatz für’s neue Jahr: Zufrieden sein. Mit dem rauchen höre ich sowieso nicht auf und je mehr ich mir vornehme, zum Sport zu gehen, desto weniger mache ich es. Zwar ist es wieder mal ein Silvester ohne Knutscherei und Herzklopfen, aber immerhin bin ich noch immer davon überzeugt, dass es so nicht bleiben wird. Dafür, dass heute auch kein anderer knutschen kann, habe ich mit meinem liebevoll zubereiteten Fondue Dips bereits gesorgt 🙂

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich auf ein weiteres Jahr mit euch allen.

Fühlt euch geküsst

xoxo_Carrie_2

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8 Gedanken zu “Mein 2013 – 13 wichtige und unwichtige Fakten

  1. 14. Du hast mich und andere hervorragend unterhalten.

    Danke dafür und bitte auch 2014 weitermachen. Vieleicht klappt es ja dies Jahr mit uns beiden.

    Auf ein Eis. 🙂

  2. Habe heute an Dich denken müssen. Eine gute Freundin, die sehr lange nach dem richtigen Mann suchen musste und die letzten Monate völlig sarkastisch, hoffnungs- und mutlos wurde ist seit einem Monat mit einem Mann zusammen. Wie ich es Dir gesagt habe kommt er aus dem „Second Hand Laden“ und soll laut einer anderen Freundin ganz toll sein. Ich freue mich schon ihn kennen zu lernen. Also, 2014 wird Dein Jahr.

  3. schöne fakten, hab ich gern gelesen. besonderes punkt 13 ist wichtig – daran arbeite ich auch laufend und ich hatte im letzten jahr eine sehr ähnliche erkenntnis dazu. gratuliere zum schreiberei-geld! und für alles andere: neues jahr, neue chance, neues glück – dafür wurde silvester und jahreswechsel glaube ich erfunden 😀

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