Schreibblues und Quälgeister

Ich befinde mich in einem Schreibtief. Echt mal. Auch wenn der wunderbare Schreibstiltest der FAZ mir versichert, ich schreibe so wie Ildiko von Kürthy (<3), fällt es mir momentan wahnsinnig schwer, mich aufzuraffen und diesen wunderbaren Schreibstil aufs Blatt zu bringen. Zudem passiert (zumindest themenbezogen) zur Zeit absolut nichts. Nüscht. Nada. Na gut, fast. Nachdem auch mein sich-vom-Neutrum-zum-interessanten-Mann-entwickelnden Date (nennen wir ihn doch mal Otto) nach Date Nummer 3 beschlossen hat, doch lieber erst mal sein Leben zu ordnen und alle möglichen Kurzurlaube zu machen, habe ich, ich sag’s mal offen und ehrlich, so langsam echt die Faxen dicke. Ihr wisst schon. Kein Bock mehr. All diese Energie, die in tage- und wochenlange Hin- und Herschreiberei gesteckt wird, dann essen gehen, dann was trinken gehen, warten, nochmal treffen, und so weiter und so weiter war am Ende mal wieder für die Katz. Ich sitze nicht da, und weine. Ich merke nur, dass es mir so langsam zu blöd wird. Suchen bringt’s voll nicht – lasst euch das gesagt sein. Ich lasse mich jetzt finden, basta.

Alternativen

Während ich also darauf warte, dass mich ein schmucker Jüngling vom Straßenrand aufgabelt [was an dieser Stelle illegaler klingt als es gemeint war], beschäftige ich mich anderweitig. Endlich mal Zeit meine „100-Dinge-die-ich-in-meinem-Leben-noch-machen-will-Liste“ abzuarbeiten. Also war ich am Wochenende Fallschirmspringen. Ist nicht so, als wäre ich wahnsinnig todesmutig und hätte das einfach so gemacht. Seit drei Jahren liegt der Gutschein dafür bereits bei mir rum, und ich habe mich nie getraut. Und dann, in einem kurzen Moment der Spontanität (so wie der als ich mich bei dieser TV Show angemeldet habe), wurde der Termin gebucht. Nägel mit Köpfen. Lenki, mein persönlicher Tandemfutzi, und ich hatten Spaß. Den romantischen Gefühlen, die ich bei den Bodentrockenübungen bekommen habe, nach zu urteilen, wäre Sex vielleicht mal wieder nicht so schlecht. Ich fand es ein bisschen zu gut, als er da so auf mir drauf lag. Wir also rauf, Tür auf, raus und runter. Im Nachhinein habe ich mir das Gefühl anders vorgestellt, mehr so wie in der Achterbahn. Geil war’s natürlich trotzdem (bitte entschuldigen sie die Wortwahl). 50 Sekunden freier Fall bei 200 km/h sind schon nicht zu verachten. Lenki-Schatz hat sogar noch ein paar Kunststücke für mich gemacht. So süß ❤ Solche Sachen mache ich also alternativ zum Männer treffen.

Chance 27 für #4?

Di sagt mach’s nicht. Marlene sagt mach’s nicht. Susi sagt mach’s nicht. Meine Nachbarin sagt mach’s nicht. Alle anderen, die das jetzt lesen, sagen auch mach’s nicht. Toll. #4, Martin, die Drama Queen unter den behaarten Affen. Getroffen, abserviert, entschuldigt, abserviert und nun? Anfang letzter Woche öffne ich mein Dating-Postfach (nur mal um zu kucken) und sehe: Martin (4 Neue Nachrichten). Im ersten Moment muss ich lachen. Der Martin, dem ich mit einer Nachricht pro Woche die Luft zum Atmen genommen habe. Der ganz sachlich entschlossen hat, dass aufgrund der aktuellen Lage, ein Wiedersehen wohl doch nicht stattfinden kann. Der Drama-Martin, der nach jeder Abfuhr meinen WhatsApp Kontakt  sperrt. Da liegen sie nun so rum, seine Nachrichten. Wie es mir geht, was ich mache, ob ich ihn noch mag, warum ich nicht antworte… Wenig später piept mein Handy. Martin. Er will sich erklären, es tut ihm alles so leid. Irgendwann frage ich ihn was er eigentlich will. Mich wiedersehen. Ich teile ihm mit, dass mein Bedarf nach weiteren Kindergartendramen momentan gedeckt sei. Irgendwann sage ich zumindest, dass ich es mir überlege. Klar treffe ich mich mit ihm. Die Erklärung will ich hören. Ich sehe eure schüttelnden Köpfe, keine Sorge. Warum? Was bringt das? Das ist es nicht wert. Weiß ich alles. Aber nachdem dieser Mann mich zwei Mal so abgewürgt hat und mir nicht mal die Chance gelassen hat auch nur ein Wort dazu zu sagen, will ich die Möglichkeit nutzen ihm mitzuteilen, dass ich so einen sowieso nicht brauche. Ist das kindisch? Ja! Macht mir aber nichts. Ich will es so, also mache ich es. Ich bilde mir ein, dass das Maß an Antipathie, dass er sich mittlerweile bei mir aufgebaut hat ausreicht, um über sein gut duftendes Parfum hinwegzusehen. Und wenn nicht flieg ich eben auf die Schnauze. Gefühlt bin ich gewappnet. Von Schicksalskram fange ich jetzt nicht an. Unser Date heute habe ich erst mal abgesagt, habe leider ein Geschäftsessen vergessen (habe ich wirklich!). Meine Änderung auf Donnerstag nimmt er kommentarlos hin. Das Drama macht Pause, wie angenehm.

Spätestens Ende der Woche gibt es also mehr zu lesen. Lästerei, Heulerei, Schwärmerei. Wer weiß das schon. Stay tuned ❤

xoxo_Carrie_2

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12 Gedanken zu “Schreibblues und Quälgeister

  1. Schöner Artikel. Dein Schreibstil erinnert an CarrieW.
    Und glaube an eines: Ab dem Moment, wo Dir selbst das ganze Suche und Finden der Liebe egal ist, überfällt Dich die Liebe.

  2. Schön mal wieder was von dir zu lesen! Aner wo kommen denn auf einmal all die Herzen (<3) her? Aufgeregt wegen Martin? 😉

  3. Ich kann deine Date-Unlust verstehen. Da steckt man so viel Zeit und Energie in einen Mann und am Ende ist er doch seltsam.
    Ich bin aber gespannt, was das mit Martin wird. Ich fände es toll, wenn du danach so richtig was zum Lachen hast.

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