Back in Town: Mein nervöses Ich

Ich gebe wirklich alles. Ich habe eine lange Mittagspause hinter mir. Ich höre Musik. Ich arbeite einigermaßen konzentriert – obwohl, eigentlich nicht. Und doch dreht sich alles in meinem Kopf. Ich war wirklich an einem Punkt angekommen, an dem ich über den Dingen stand. Aber dieser Martin… er bringt alles durcheinander. Es sind noch zwei Tage bis wir uns sehen, und das Herzklopfen der letzten Tage hat sich  in ein nervöses, gedankenschweres Aufgeregtsein verwandelt.

All das, was ich nicht mehr machen wollte, ist zurück. Seit gestern ist er etwas schweigsam, kurz angebunden. Bedeutet das, dass er schon wieder zweifelt? Vielleicht war es unklug von mir, so lange mit dem nächsten Treffen zu warten. Aber schließlich stehe ich auch nicht allzeit bereit. Also sitze ich hier, starre auf mein Handy und steigere mich rein. Natürlich haue ich mir dabei auf die Finger und ermahne mich. Cool bleiben. Es locker nehmen. Abwarten.  Es funktioniert absolut nicht. Schnupfen hätte er und hofft, dass er sich beim Open Air morgen nicht vollends erkältet. Ist das tatsächlich so, oder ist es eine Steilvorlage für eine weitere Abfuhr?

Ich gebe es zu: ich flippe vollkommen aus. Ich überinterpretiere, auch wenn ich ganz genau weiß, dass es dumm ist. Ich sollte einfach abwarten und nicht von vorne herein alles schwarz sehen. Allerdings will ich auch vorbereitet sein, um die Enttäuschung im rahmen zu halten. Wenn doch nur endlich Sonntag wäre. Dann könnte ich ihn sehen. Gewissheit haben ob meine Begeisterung für diesen Mann nur eine einmalige Euphorie war, oder ob da mehr dahinter steckt. Welcome back Teenager-Carrie. Ich sollte an etwas Schönes denken. Blumenwiese. Ja, das ist es.

 

 

photo credit: lambertwm via photopin cc

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10 Gedanken zu “Back in Town: Mein nervöses Ich

  1. Der soll sich ja nicht einfallen lassen am Sonntag krank zu machen oder auch nur zu sein. Dann gibt’s Haue satt – um mal mein Körperdouble Bud Spencer zu zitieren!

  2. Es ist nicht dumm, es ist völlig normal! Wer würde denn in einer solchen Situation nicht nervös sein und Zweifel haben? Ich wünsche dir das alles klappt!

  3. Wenn der auf krank macht, dann komm ich vorbei und verpasse ihm ein wenig Medizin. Zäpfchen sollen ja gut helfen…

  4. Ich weiß, dass bringt Dir gar nichts, aber ich schreibe es trotzdem:
    Schön, dass du das „Kribbeln im Bauch“ nicht verlernt, unter Enttäuschungen begraben oder gar verdrängt hast. :*

  5. Es klingt ja schön, was du schreibst und auch so herrlich herzzerreissend zum mitfühlen.
    Was ich aber auch lese ist: Es muss, es muss, es muss … zweifelnde, ja fast verzweifelnde Fragen, die du vielleicht auch ausstrahlst?
    Muss es denn jetzt unbedingt klappen, oder kannst du auch durchatmen und dir sagen: Wenn nicht, auch nicht schlimm?! Denk an den neutralen Pulk 😉

    Viel Spaß!

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