Zeit für ein Memo an mich

Gestriger Abend. Flirtfaktor: absolut null. Memo an mich: nicht mit dem Rücken zum Publikum sitzen, das hält die Erfolgschancen auf einem Minimum.

Gestern war ich also mit drei anderen Mädels was essen. Eine seit zwei Jahren liiert, die andere seit diesem Jahr single aber da sie aussieht wie ein blonder unschuldiger Engel immer Ziel von Flirtattacken der Männer, und eine seit zwei Jahren Single. Ich habe na klar wieder den Platz ergattert auf dem ich nichts und niemanden sehen konnte außer meinen zwei Gegenübern. Das ist natürlich für ein Flirtvorhaben nicht so optimal. Dementsprechend ist natürlich auch nichts passiert. Wen wundert es. Heute Abend muss ich das besser koordinieren.

Wir haben uns etwas über unser Single Dasein unterhalten und sind zum Schluss gekommen dass man sich „einfach“ ein bisschen mehr trauen muss. Wenn man im TV Reportagen darüber sieht wie man am besten flirtet und Menschen anspricht ist ja immer die erste Prämisse dass man sich überhaupt traut. Im Café an die Theke gehen zum Beispiel, sich neben den hübschen Mann stellen, einen Kaffee bestellen und ihn dann nebenbei  fragen was er denn da spannendes liest. Im Optimalfall würde man sich einfach nichts dabei denken. Meine Gedanken hingegen sind: und was wenn er mich nur blöd anschaut und den Kopf schüttelt oder mich fragt was ich eigentlich von ihm will? Ja was denn eigentlich wenn? Ich glaube manchmal ich rede mir das immer nur ein dass es ja ach so schlimm ist wenn ich von einem Mann eine Abfuhr bekomme aber ist es das wirklich? Wenn ich es einfach mal probieren würde, könnte es eventuell sogar passieren, dass ich dabei mal locker werde und nicht mit knallrotem Kopf vor mich hinstottere 🙂

Ich bin voller Tatendrang, mal sehen wie sich das umsetzen lässt. Auf ein Neues!

 

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3 Gedanken zu “Zeit für ein Memo an mich

  1. Es ist die mentale Schranke, die einen davon abhält. Ich hatte einmal in einem Cafe eine tolle Frau angesprochen, da ich mich für ihre Jacke interessierte. Ich war wirklich nur an der Jacke interessiert. Dass sie gut aussah war mir herzlich egal. Was soll ich sagen. Es war ganz einfach. Hin, freundlich gefragt, freundliche Antwort bekommen und wieder weg. Ich hätte mich auch einfach zu ihr setzen können, denn das Eis war gebrochen, aber wie gesagt hatte mich nur die Jacke interessiert und erst als meine Freunde fragten, ob ich noch alle Geister beisammen habe, wurde mir die Situation bewusst.
    Hätte ich sie als potentielle „Frau“ ansprechen wollen, dann würde ich jetzt noch überlegen, was ich zu ihr sagen sollte. Also, einfach ansprechen, es kann nur schief gehen.

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